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Schapendoes
Der Niederländische Schapendoes (Aussprache: S (scharfes S) ch (wie auf Deutsch das ch von Dach) apendus)
ist ein typischer Hund zum Hüten von Schafsherden, dazu muss er weitgehend
selbständig agieren können. Er ist langhaarig, leicht gebaut und besitzt
eine große Sprungkraft. Der Schapendoes war der "Allerweltshund“ der Schäfer
auf den Heideflächen der niederländischen Provinzen
Drenthe und
Veluwe,
so alltäglich, dass er kaum einen Niederschlag in Literatur und Malerei
fand. Er wurde in der Vergangenheit nie als Rasse angesehen, sondern als
Gebrauchshund. Er hatte auch keinen speziellen, einheitlichen Namen, sondern
lief unter sehr unterschiedlichen Bezeichnungen wie Herderdoes,
Siep, Olde Grise und so weiter. Auf Hundeausstellungen trat er
vermutlich schon mal in den Jahren 1872 bis 74 in Erscheinung unter der
Bezeichnung "Inländische Hütehunde". Als selbständige Rasse begann er erst
zwischen den beiden Weltkriegen interessant zu werden, als die Niederländer
begannen, sich für "eigene", bodenständige Rassen zu interessieren. Die
Rasse wurde im
Zweiten Weltkrieg
fast ausgerottet. Der moderne Schapendoes entstand aus
einer Handvoll Exemplaren. 1953 erfolgte die erste Anerkennung der Rasse
durch den "Raad
van Beheer" (Züchterverband, entspricht in etwa dem deutschen
VDH), der erste
Standard ist aus dem Jahre 1954. Die Rasse befindet sich immer noch im
Aufbau und muss sehr verantwortungsbewusst gezüchtet werden.
Der Shapendoes wird bis 50 cm groß und 12-20 kg (bis 25 kg bei Rüden)
schwer. Er hat langes, dichtes, leicht gewelltes Haar, das steht. Dadurch
erscheint er voluminöser, als er eigentlich ist. Alle Farben sind im
Standard zulässig, überwiegend treten auf: Schwarz und Grau bis Weiß, selten
Braun. Die Ohren sind lang behaart, klein, hängend aber nicht anliegend.
Wesen
Er ist temperamentvoll, arbeitsfreudig, und gewohnt, selbständig zu
arbeiten, was im alltäglichen Leben wie Sturheit und Eigensinn aussehen
kann. Er eignet sich für viele Hundesportarten wie
Agility, Turnierhundesport, Flyball und Dog-Dancing, aber nicht als
Schutzhund; er wird eingesetzt als
Fährtenhund und
Rettungshund. Er verabscheut sture, stupide, dauernd wiederholte
Übungen. Eine konsequente Erziehung ist wichtig; er verträgt allerdings
keine "harte Hand". Er besitzt ein freundliches Wesen. Er entwickelt eine
sehr enge Bindung an seine Familie, und ist deshalb als Familienhund gut
geeignet. Aus diesem Grund kann er nicht im Zwinger gehalten werden.

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